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Meinen beruflichen Lebenslauf finden Sie hier unter: http://lebenslauf.wseonline.de |
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Mein privater Lebenslauf: (bitte nicht alle Wörter und Sätze auf die Goldwaage legen...) Am 12.09.1960 um 12:45 Uhr habe ich im Hattinger evangelischen St.-Elisabeth-Krankenhaus meinen ersten Schrei von mir gegeben. Das lag aber nicht daran, dass ich meine Mutter zu ersten Male sah, sondern daran, dass ich einen Klaps von der Hebamme meiner Mutter auf den nackten Hintern bekam. (Ist das Kindesmisshandlung?) Meine Kindheit war fast unbekümmert, wenn man davon absieht, dass ich als Jüngster unter fünf weiteren Geschwistern aufgewachsen bin. Einmal, das weiß ich noch wie heut’, wurde ich mit meinen langen blonden Haaren im zarten Alter von ca. 3 Jahren an das Kopfende meines Bettes festgebunden und einer meiner Brüder hatte eine Vogelfeder auf mich herabfallen lassen. Das war Folter pur, denn zu der Zeit hatte ich fürchterliche Angst vor Federn (warum weiß ich nicht mehr). Dadurch, dass ich festgebunden war, konnte ich mich ja auch nicht richtig bewegen (zumindest am Kopf nicht), also war mein Geschrei groß. Vater kam die Treppe raufgestürzt und fing an zu meckern, aber nicht mit meinen Brüdern, sondern mit MIR. Bis er mich aus dem Bett heben wollte und er feststellen musste, dass dieses nicht so einfach war (Stichwort: festgebundene Haare...). Solche Foltermethoden musste ich öfters über mich ergehen lassen, bis ich merkte, dass man sich auch wehren kann - doch auch dabei zog ich auch häufig den Kürzeren... Ja, ich musste mir so manches von meinen Brüdern gefallen lassen, ganz schlimm war der Zweitälteste und der Drittälteste. Ich nenne hier mit Absicht keine Namen, denn wenn meine Brüder ihren Namen lesen, könnten die ja ein schlechtes Gewissen bekommen und mich deswegen verklagen. Dann kam meine Schulzeit. Erst die Grundschulzeit. Da ging es so richtig mit mir los. Erste große “Liebe” mit sechs Jahren in meine Klassenlehrerin: Ulrike Kestermann. Als ich sieben war hat sie mich schwer enttäuscht - sie hat einen Anderen geheiratet. In der dritten Klasse hatte ich so ein ungeduldigen Typen als Klassenlehrer, der hat es nur ein Jahr ausgehalten und ist dann in den Ruhestand gegangen. Der hat es doch gewagt, ein außerordentlich wichtiges Gespräch, welches ich mit meinem Banknachbar während des Unterrichtes führte, zu unterbrechen, in dem er mir ein dicken Schlüsselbund auf meinem Tisch warf. Meine Mutter musste dann am nächsten Tag in die Schule kommen, nur weil ich zurückwarf und den Lehrer an der Schulter traf... So ist dann meine Schulzeit weitergegangen. Nach der Grundschule habe ich erst ein Jahr zusammen mit meiner Schwester die fünfte Klasse der Hauptschule besucht um dann auf die Realschule zu wechseln. Mein Vater hätte sich dort ein Büro einrichten können, denn er war mehr bei mir (bzw. beim Direktor) in der Schule als auf der Arbeit. Na ja, nach zwei Jahren war ich dann wieder auf der Hauptschule. Vor dem Wechsel hatte ich sogar 2 Monate “Sonderferien”. Ich wurde danach sogar fast handzahm, aber bis es soweit war, hatte zu Hause nach Anweisung meiner Eltern einige Sonderaufgaben erfüllen müssen. Nach meiner Schulzeit begann ich eine Ausbildung zum Verkäufer im Lebensmitteleinzelhandel mit einem anschließenden Ausbildungsjahr zum Einzelhandelskaufmann. Nachdem ich beides erfolgreich abschloss musste ich als einziger in unserer Familie zur Bundeswehrgrundwehrdienst (15 Monate). Da gab es drei Erlebnisse, die sehr nachhaltig waren. Als erstes Erlebnis war: Ich habe mit einem meiner Kammeraden in einer ortsansässigen Kneipe gefeiert und gesoffen, was der Wehrsold hergab. Am Ende der Zecherei gingen wir auseinander, da er im Ort wohnte und ich nun mal in der Kaserne. Ich muss vielleicht vorweg sagen, dass der Ort in dem ich stationiert war (Munster bei Lüneburg, Lkr. Soltau-Fallingbostel) 4 deutsche Kasernen, 1 holländische, 1 französische und 1 britische Kaserne hatte. Wie der Teufel es wollte, ich bin nicht in meiner Kaserne (Hugo-Schultz) sondern in einer anderen deutschen Kaserne gelandet. Es kam mir irgendwie komisch vor, aber ich schrieb dieses dem Alkohol zu. Ich ging in eine Unterkunft und dort in eine der Stuben. Dort legte ich mich in ein freies Bett, nachdem ich mich auszog. Von dem Moment an weiß ich nichts mehr, nur noch von Erzählungen. Ich soll mich dann im Laufe der Nacht körperlich aus dem Munde entleert haben. Außerdem haben mich Kammeraden dort unter die eiskalte Dusche gestellt, um mich etwas wacher zu bekommen und anschließend sollen mich Feldjäger in die “richtige” Kaserne in das richtige Bett gebracht haben. Von dem Allen weiß ich nichts mehr, außer dass ich am Morgen pünktlich um 7:00 Uhr beim Morgenappell in der ersten Reihe gestanden habe (festgehalten am Gürtel von drei Seiten, damit ich nicht allzu sehr schwankte). Der Spieß (Hauptfeldwebel - Mutter der Kompanie) hat mir dann einen 24-stündigen Schlaf befohlen - und drei Tage Stubenarrest). Das zweite Erlebnis war irgendwie nicht berauschend, sondern eigentlich sehr traurig. Ich war also in dem beschaulichen Örtchen Munster stationiert. Dort war ich als Kraftfahrer eingeteilt. Einmal musste ich einen Schwertransport von Munster nach Soltau fahren. Es war ein Leopard-II-Panzer zu transportieren. Mein Beifahrer ein Unteroffizier war für die Ladungssicherung zuständig, ich durfte das nicht, da ich zu dieser Zeit “nur” Obergefreiter war. Nun, was sich später herausstellte, hat er die Sicherungsketten um die Befestigungsösen nur herum gelegt und nicht befestigt, obwohl er das mit seiner Unterschrift dieses im Transportbuch bestätigte. Wie es nun kommen sollte: Es regnet schon den ganzen Vormittag und auf der Ladefläche meines Auflegers war es etwas rutschig. Wir sind befehlsmäßig um 13:00 Uhr losgefahren, begleitet von zwei Feldjägerfahrzeugen. Mitte im Ort musste ich aus einer engen Straße in eine noch engere Straße links abbiegen. Die Feldjäger hatten alles gesichert, so dass ich auch bei einer roten Ampel abbiegen durfte. Physikalisch ist es nun mal so, dass wenn man links abbiegt sich der Aufleger leicht nach rechts neigt, so auch in diesem Fall. Wenn die Sicherungsketten richtig befestigt worden wären, wäre auch nicht passiert, aber so... Der Panzer und die Ladefläche trennten sich, sprich der Panzer rutsche von der Ladefläche. Landete mit dem Turm in ein Wohnhaus. Leider hat unter einem Fenster im Haus eine ältere Dame auf dem Sofa geschlafen. Sie hat zum Glück nicht mehr gespürt, denn sie war sofort tot. Der Unteroffizier ist in einem späteren Verfahren mit sofortiger Wirkung unehrenhaft aus den Dienst entlassen worden und musste wegen fahrlässiger Tötung ein Jahr und 6 Monate in die JVA einfahren. Mir wurde in diesem Verfahren keine Schuld nachgewiesen und ich wurde freigesprochen. Damit dieses sich nicht wiederholen konnte wurde ich zum “Hauptgefreiten-Unteroffiziersanwärter” befördert, außerdem wurde eine interne Dienstvorschrift dahingehend geändert, dass der Fahrer für die Ladungssicherung verantwortlich ist und er muss alle drei Monate einen interne Kurs über Ladungssicherung nachweisen. Ach so, die Kreuzung ist seitdem breiter. Das dritte große Erlebnis verfolgt mich bis heute. Es war wieder einer dieser Alkohol-Vernichtungs-Abende. In meiner Stammkneipe in Munster war ich wieder mal versackt. An diesem Tag aber besonders. Ich kam morgens um 5:30 Uhr aus der Kneipe raus und marschierte geradewegs in Richtung der richtigen Kaserne. Am Tor angekommen, wunderte ich mich darüber, dass keiner meinem Ausweis sehen wollte und ging in die Kaserne. Kurz nach dem Tor übermannte mich das Gefühl meine Blase schnellstens zu entleeren. An den nächstgelegenden Baum (sah aus wie eine Birke) standen zweit Typen. Ich schob diese beiseite mit den Worten: “Lasst mich auch mal hier hin, ich muss mal pinkeln.” Gesagt getan, nur es war KEINE Birke, sondern der Fahnenmast mit der Bundesfahne schon fast auf Halbmast. Diese Sache brachte mir dann 27 Tage Arrest wegen schwerer Staatsbeleidigung ein. Am normalen Dienst musste ich teilnehmen, allerdings durfte ich die Kaserne nicht verlassen - zum Glück, denn in dieser Zeit fanden auch Wehrübungen statt, an denen ich nicht teilnehmen durfte.
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